Matthias Ludwig: Realitätsnahe Aufgaben für den Mathematikunterricht – Beispiele und Ergebnisse empirischer Studien

Realitätsnahe Aufgaben sollen vermehrt im Unterricht verwendet werden, darin sind sich die Lehr- und Bildungspläne, die Bildungsstandards und auch die Bildungsforscher einig. Denn das Modellieren im Mathematikunterricht, das Umwandeln von realen Situation in mathematische Modelle ist weltweit als eine zentrale Kompetenz für den Mathematikunterricht anerkannt, zumindest findet sich diese Kompetenz in den Standards der großen Industrienationen.

Man vergisst aber dabei, dass diese Standards normative Setzungen sind, und als nicht ausreichend validierte, womöglich sogar kontraproduktive Ideale für die Entwicklung eines nachhaltigen, modernen Mathematikunterrichts sind. Schulbuchautoren haben die Aufgabe realitätsnahen Aufgaben zu recyceln oder neue zu entwickeln, was ungleich schwieriger ist. Lehrende müssen das alles dann im täglichen Geschäft umsetzen. Im Vortrag wird versucht an Beispielen zu zeigen wie man selbst realitätsnahe Aufgaben finden, entwickeln und weiterentwickeln kann. Hierbei werden auch die neuen technischen Möglichkeiten in den Blick genommen. Es wird anhand von Studien aufgezeigt, wie Lernende solche realitätsnahen Aufgaben bearbeiten, und wie man solche Bearbeitungen einstufen kann.

 
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