iPads im Matheunterricht

An der Montessori-Schule Leipzig werden im Rahmen eines CERMAT-Forschungsprojektes iPads im Mathematikunterricht verwendet. Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage:

Können die Ziele des Mathematikunterrichts durch den Einsatz von Tablet-PCs „besser“ oder überhaupt erst erreicht werden - im Vergleich zum Einsatz herkömmlicher Werkzeuge? 

Grundgedanke ist dabei stets, dass man sich über die zu erreichenden Ziele im Klaren ist und nun das bestmögliche Werkzeug für deren Erreichen gefunden werden muss. Der Tablet-PC ist dann „besser“, wenn die Vermittlung einfacher, schneller, anschaulicher, effektiver, … ist als es andere Werkzeuge ermöglichen würden.

Dabei wird neben der computergestützten Lernumgebung insbesondere untersucht, inwieweit die integrierte Technik (also Multitouch-Bedienung, Gyroskop, Beschleunigungssensor, Kompass, Kamera) geeignet ist, die Qualität des Mathematikunterrichts zu erhöhen. Unterricht beinhaltet hier sowohl die Schüler- als auch die Lehrersicht, eine Qualitätsverbesserung kann dabei betrachtet werden hinsichtlich der Arbeitserleichterung, höheren Motivation, effektiveren Herangehensweise, Möglichkeiten der Differenzierung oder sonstiger positiv beeinflussender Faktoren. 

Zu diesem Zweck wird am CERMAT Software fürs iPads entwickelt (siehe Projekte „Stellenwerttafel“ und „Winkel“), die ganz konkret auf die Vermittlung mathematischer Inhalte zielt. Aufgrund der durch die Software vorgegebenen Interaktionsmöglichkeiten zwischen Schüler und iPad sollen konkrete Ziele in den Fokus gelegt werden (bei der Stellenwerttafel zum Beispiel die Vermittlung der Grundidee des Bündelns und  Entbündelns), während die im konkreten Kontext nicht so wichtigen Tätigkeiten (wie das Zählen von Plättchen, die einen bestimmten Stellenwert besitzen) in den Hintergrund rücken. So kann für alle Schüler eine Vermittlung der erwünschten Unterrichtsinhalte erreicht werden, die beim herkömmlichen Vorgehen (ohne Tablet-PC) möglicherweise durch fehlendes Grundwissen be- oder gar verhindert wird. Weitere solcher Designentscheidungen sind auf den jeweiligen Projektseiten zu finden.

Ein erster Erfahrungbericht zum Einsatz ist auf der Schulhomepage zu finden.

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